Wände und Decke zusammenrechnen
Eine Trockenbauschätzung umfasst sowohl die Wände als auch, in den meisten Räumen, die Decke. Die Wandfläche ist der Raumumfang mal der Deckenhöhe, was für einen rechteckigen Raum 2 mal (Länge plus Breite) mal Höhe ist. Die Deckenfläche ist einfach Länge mal Breite. Beide zu addieren ergibt die gesamte zu beplankende Fläche. Tür- und Fensteröffnungen in der Summe zu belassen ist gängige Praxis, weil die Reststücke selten weit genug reichen, um wiederverwendet zu werden, sodass die Öffnungen zu einem integrierten Sicherheitspuffer werden.
Wie du die Decke behandelst, ändert sowohl die Plattenzahl als auch den Arbeitsaufwand. Trockenbau über Kopf zu hängen ist der schwierigste Teil jeder Trockenbauarbeit, weil die Platten gegen die Schwerkraft gehalten werden müssen, während man sie befestigt, viele mieten daher einen Plattenheber oder arbeiten zu zweit an Decken. Wird die Decke zugunsten eines abgehängten Rasters ausgelassen, nimm sie aus deiner Plattensumme heraus und zähle nur die Wände. Bedenke außerdem, dass die Wandhöhe selten perfekt zu den Plattenmaßen passt: Eine 8-Fuß-Wand wird von zwei 4 Fuß breiten, waagerecht gehängten Platten ohne Verschnitt bedeckt, während eine 9-Fuß-Wand einen zusätzlichen Streifen entlang der Oberkante erzwingt, was sowohl Material als auch zu verspachtelnde Fugen hinzufügt.
Abwägungen bei der Plattengröße
Trockenbau kommt in 4 Fuß breiten Platten unterschiedlicher Länge, und die gewählte Größe ändert sowohl die Anzahl der Fugen als auch den Arbeitsaufwand. Eine Platte à 4 mal 8 deckt 32 Quadratfuß und ist für eine Person handhabbar; eine Platte à 4 mal 12 deckt 48 Quadratfuß, überspannt eine längere Wand in einem Stück und hinterlässt weniger zu verspachtelnde und zu verschleifende Fugen, ist aber schwer und in engen Räumen unhandlich. Weniger Fugen bedeuten eine glattere fertige Wand und weniger Spachtelarbeit, Profis bevorzugen daher längere Platten an offenen Wänden und greifen in engen Räumen und Treppenhäusern auf kürzere Platten zurück.
Spachtel, Fugenband, Schrauben und Kantenschutz
Die Platte ist erst der Anfang der Materialliste. Als grobe Arbeitswerte plane etwa ein Pfund Trockenbauschrauben pro 100 bis 150 Quadratfuß Platte, rund 40 laufende Fuß Fugenband pro 100 Quadratfuß und einen 4,5-Gallonen-Eimer vorgemischter Spachtelmasse für je 400 bis 500 Quadratfuß über die Spachtel- und Finishanstriche hinweg. Jede Außenkante braucht einen Kantenschutz, der nach laufendem Fuß gemessen wird. Das sind Schätzwerte, die je nach Technik und Anzahl der Anstriche variieren, kaufe also einen Zuschlag über die Berechnung hinaus.
Bedenke, dass der Spachtelverbrauch mit dem gewünschten Finishgrad steigt. Eine Garage oder ein Einbauschrank braucht vielleicht nur Fugenband und zwei Anstriche über die Fugen, während eine glatte Wand, die für Glanzfarbe oder Streiflicht bestimmt ist, eine Vollspachtelung über die gesamte Fläche verlangen kann, die dramatisch mehr Spachtel verbraucht als das bloße Verspachteln von Fugen und Schrauben. Schätze die Spachtelmenge für den Finishgrad, den der Raum tatsächlich braucht, nicht nur für die Fugenlänge, und behalte im Kopf, dass leichte Allzweck-Spachtelmasse leichter zu schleifen ist, während abbindende Spachtelmasse schneller abbindet und für den ersten Spachtelanstrich fester ist.
- Schrauben: etwa 1 lb pro 100 bis 150 ft² Trockenbau.
- Fugenband: rund 40 laufende Fuß pro 100 ft² Platte.
- Spachtelmasse: etwa ein 4,5-Gallonen-Eimer pro 400 bis 500 ft².
- Kantenschutz: gemessen und bestellt nach laufendem Fuß.
Brandschutz- und Spezialplatten
Nicht jede Gipsplatte ist austauschbar. Brandschutzplatten vom Typ X, meist 5/8 Zoll dick, sind laut Bauvorschriften in Garagen, an Wänden zu Wohnräumen und in vielen Decken vorgeschrieben; sie wiegen mehr und kosten mehr als die 1/2-Zoll-Standardplatte. Feuchtraum- und schimmelresistente Platten gehören in Bäder und andere feuchte Bereiche, und Zementplatten sind die richtige Grundlage unter Fliesen in Nasszonen. Ermittle, welche Räume welche Platte brauchen, bevor du deine Bestellung zusammenrechnest, denn das Einmischen des falschen Typs in eine brandschutzklassifizierte Konstruktion kann die Abnahme nicht bestehen.